25.08.2015 10:06 Uhr in Wirtschaft & Finanzen von Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh)
42 Wissenschaftsforum Chemie 2015 - Energie, Ressourcen und Umwelt
Kurzfassung: 42 Wissenschaftsforum Chemie 2015 - Energie, Ressourcen und UmweltDer Beitrag der Chemie zu einer nachhaltigeren Entwicklung ist ein Schlüsselthema innerhalb der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh ...
[Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) - 25.08.2015] 42 Wissenschaftsforum Chemie 2015 - Energie, Ressourcen und Umwelt
Der Beitrag der Chemie zu einer nachhaltigeren Entwicklung ist ein Schlüsselthema innerhalb der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh). Dabei stehen Energieversorgung, Ressourcenschonung und Umweltschutz im Vordergrund. Das spiegelt auch das GDCh-Wissenschaftsforum Chemie vom 31. August bis 2. September in Dresden wider. Gemeinsam erörtern dort die GDCh-Fachgruppen Elektrochemie und Nachhaltige Chemie sowie die GDCh-Arbeitsgemeinschaft Chemie und Energie aktuelle Fragen und diskutieren Lösungsansätze.
Energiespeichersysteme spielen eine wichtige Rolle für die Mobilität und die Energieversorgung der Zukunft. Die Anforderungen, die solche Systeme erfüllen müssen, unterscheiden sich jedoch je nach Einsatzbereich erheblich. So benötigen Pkw Batterien mit geringen Ausmaßen und geringem Gewicht. Die Batterien sollten einige tausend Ladezyklen aushalten und eine Lebensdauer von etwa 15 Jahren besitzen. Professor Dr. Dirk Uwe Sauer, RWTH Aachen, präsentiert den aktuellen Stand der Batterieforschung, gibt einen Ausblick auf die Trends der kommenden Jahre und geht in diesem Zusammenhang auch auf Alternativen zu Lithium-Ionen-Batterien wie Lithium-Schwefel- oder Lithium-Luft-Batterien ein.
Andere Anforderungen werden an stationäre Energiespeichersysteme gestellt. Gerade erneuerbare Energien, wie Solar- und Windenergie, benötigen Speicher, die mit einem schwankenden Energieaufkommen umgehen können. Neben Speichern, die kurzfristige Schwankungen ausgleichen, sind auch Langzeitspeicher erforderlich, die eine Energieversorgung selbst bei längeren Phasen geringer Windkraft oder Sonneneinstrahlung sicherstellen. Hier bieten sich Langzeit-Speichersysteme auf Basis von Wasserstoff oder Methan an. Generell können Stromüberschüsse über Power-to-X-Technologien gespeichert werden, wobei das X beispielsweise für Hitze oder Chemikalien, seien sie flüssig oder gasförmig, stehen kann. Sauer präsentiert die Ergebnisse einer eingehenden Analyse des Energiesystems für das Jahr 2050 auf der Grundlage hoher Anteile erneuerbarer Energien.
Über die Möglichkeit, durch industrielle Symbiose zu einer nachhaltigen biobasierten Ökonomie zu gelangen, berichtet Professor James H. Clark, University of York, UK. Die weltweite Nachfrage an Konsumgütern steigt und führt zu einer zunehmenden Verknappung nichterneuerbarer Ressourcen. Gleichzeitig erzeugt die Konsumgesellschaft immer mehr Abfälle. Mittels industrieller Symbiose werden nun Wege gesucht, beide Probleme - die wachsende Nachfrage nach Rohstoffen und die Abfallproblematik - durch intelligente Kreisläufe zu lösen. So können beispielsweise Lebensmittelabfälle als Basis für organische Chemikalien dienen. Clark präsentiert einige Beispiele und zeigt damit den Weg zu einer nachhaltigen biobasierten Ökonomie auf.
Zur Produktion von Kraftstoffen und Ausgangsstoffen für die chemische Industrie bietet sich auch Kohlendioxid an, das aus Kraftwerksabgasen oder bei der Zementproduktion gewonnen werden kann. Die chemische Forschung sucht derzeit nach geeigneten Katalysatoren, um Kohlendioxid zu hydrieren. Auch die Verwertung von Lignocellulose, beispielsweise in Form von Holzabfällen, steht im Fokus chemischer Forschung.
Weitere Informationen zum GDCh-Wissenschaftsforum Chemie unter www.wifo2015.de.
Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) gehört mit über 31.000 Mitgliedern zu den größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Alle zwei Jahre veranstaltet sie an wechselnden Orten in Deutschland das GDCh-Wissenschaftsforum Chemie. Zu diesem bedeutendsten deutschen Chemiekongress werden von der GDCh auch internationale Wissenschaftler von Rang und Namen zu Vorträgen eingeladen.
Kontakt
Dr. Renate Hoer
Leiterin GDCh-
Öffentlichkeitsarbeit
r.hoer@gdch.de
Tel. 069/7917-493
Fax 069/7917-1493
Der Beitrag der Chemie zu einer nachhaltigeren Entwicklung ist ein Schlüsselthema innerhalb der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh). Dabei stehen Energieversorgung, Ressourcenschonung und Umweltschutz im Vordergrund. Das spiegelt auch das GDCh-Wissenschaftsforum Chemie vom 31. August bis 2. September in Dresden wider. Gemeinsam erörtern dort die GDCh-Fachgruppen Elektrochemie und Nachhaltige Chemie sowie die GDCh-Arbeitsgemeinschaft Chemie und Energie aktuelle Fragen und diskutieren Lösungsansätze.
Energiespeichersysteme spielen eine wichtige Rolle für die Mobilität und die Energieversorgung der Zukunft. Die Anforderungen, die solche Systeme erfüllen müssen, unterscheiden sich jedoch je nach Einsatzbereich erheblich. So benötigen Pkw Batterien mit geringen Ausmaßen und geringem Gewicht. Die Batterien sollten einige tausend Ladezyklen aushalten und eine Lebensdauer von etwa 15 Jahren besitzen. Professor Dr. Dirk Uwe Sauer, RWTH Aachen, präsentiert den aktuellen Stand der Batterieforschung, gibt einen Ausblick auf die Trends der kommenden Jahre und geht in diesem Zusammenhang auch auf Alternativen zu Lithium-Ionen-Batterien wie Lithium-Schwefel- oder Lithium-Luft-Batterien ein.
Andere Anforderungen werden an stationäre Energiespeichersysteme gestellt. Gerade erneuerbare Energien, wie Solar- und Windenergie, benötigen Speicher, die mit einem schwankenden Energieaufkommen umgehen können. Neben Speichern, die kurzfristige Schwankungen ausgleichen, sind auch Langzeitspeicher erforderlich, die eine Energieversorgung selbst bei längeren Phasen geringer Windkraft oder Sonneneinstrahlung sicherstellen. Hier bieten sich Langzeit-Speichersysteme auf Basis von Wasserstoff oder Methan an. Generell können Stromüberschüsse über Power-to-X-Technologien gespeichert werden, wobei das X beispielsweise für Hitze oder Chemikalien, seien sie flüssig oder gasförmig, stehen kann. Sauer präsentiert die Ergebnisse einer eingehenden Analyse des Energiesystems für das Jahr 2050 auf der Grundlage hoher Anteile erneuerbarer Energien.
Über die Möglichkeit, durch industrielle Symbiose zu einer nachhaltigen biobasierten Ökonomie zu gelangen, berichtet Professor James H. Clark, University of York, UK. Die weltweite Nachfrage an Konsumgütern steigt und führt zu einer zunehmenden Verknappung nichterneuerbarer Ressourcen. Gleichzeitig erzeugt die Konsumgesellschaft immer mehr Abfälle. Mittels industrieller Symbiose werden nun Wege gesucht, beide Probleme - die wachsende Nachfrage nach Rohstoffen und die Abfallproblematik - durch intelligente Kreisläufe zu lösen. So können beispielsweise Lebensmittelabfälle als Basis für organische Chemikalien dienen. Clark präsentiert einige Beispiele und zeigt damit den Weg zu einer nachhaltigen biobasierten Ökonomie auf.
Zur Produktion von Kraftstoffen und Ausgangsstoffen für die chemische Industrie bietet sich auch Kohlendioxid an, das aus Kraftwerksabgasen oder bei der Zementproduktion gewonnen werden kann. Die chemische Forschung sucht derzeit nach geeigneten Katalysatoren, um Kohlendioxid zu hydrieren. Auch die Verwertung von Lignocellulose, beispielsweise in Form von Holzabfällen, steht im Fokus chemischer Forschung.
Weitere Informationen zum GDCh-Wissenschaftsforum Chemie unter www.wifo2015.de.
Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) gehört mit über 31.000 Mitgliedern zu den größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Alle zwei Jahre veranstaltet sie an wechselnden Orten in Deutschland das GDCh-Wissenschaftsforum Chemie. Zu diesem bedeutendsten deutschen Chemiekongress werden von der GDCh auch internationale Wissenschaftler von Rang und Namen zu Vorträgen eingeladen.
Kontakt
Dr. Renate Hoer
Leiterin GDCh-
Öffentlichkeitsarbeit
r.hoer@gdch.de
Tel. 069/7917-493
Fax 069/7917-1493
Weitere Informationen
Weitere Meldungen dieses Unternehmens
07.10.2015 European Detergents Conference
12.08.2015 Symposium 'Polymers meet Construction'
Pressefach abonnieren
via RSS-Feed abonnieren
via E-Mail abonnieren
Pressekontakt
Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh)
60486 Frankfurt/Main
Deutschland
Drucken
Weiterempfehlen
PDF
Schlagworte
Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh)
60486 Frankfurt/Main
Deutschland
https://www.prmaximus.de/pressefach/gesellschaft-deutscher-chemiker-gdch-pressefach.html
Die Pressemeldung "42 Wissenschaftsforum Chemie 2015 - Energie, Ressourcen und Umwelt" unterliegt dem Urheberrecht.
Jegliche Verwendung dieses Textes, auch auszugsweise, erfordert die vorherige schriftliche Erlaubnis des Autors.
Autor der Pressemeldung "42 Wissenschaftsforum Chemie 2015 - Energie, Ressourcen und Umwelt" ist Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh), vertreten durch .