[Deutsche Stiftung Denkmalschutz - 11.07.2014] Stiftskirche in Wertheim wartet mit Benefizkonzert von Deutschlandfunk und Deutscher Stiftung Denkmalschutz auf
"Grundton D" - für Denkmale
Am Sonntag, den 20. Juli 2014 findet um 18.00 Uhr in der evangelischen Stiftskirche in Wertheim ein Konzert der Reihe "Grundton D" mit dem Dresdner Kreuzchor statt. Die Künstler spielen Kompositionen von Gottfried August Homilius, Johann Bach, Felix Mendelssohn Bartholdy u. a. Seit 1991 ist die gemeinsam von Deutschlandfunk (DLF) und Deutscher Stiftung Denkmalschutz (DSD) veranstaltete Benefizreihe mit hochkarätigen Konzerten auf der Reise durch bedürftige Denkmale in den östlichen und westlichen Bundesländern. Die Erlöse aus den Konzerten kommen für gewöhnlich direkt den Bauwerken zugute, in denen sie stattfinden.
Für die private, in Bonn ansässige Denkmalschutzstiftung ist die Konzertreihe des DLF eine ausgezeichnete Möglichkeit, für bekannte und unbekannte Kleinode bundesweit um Aufmerksamkeit und Unterstützung zu werben. Weit über 200 Konzerte haben bislang die Besucher begeistert - und dazu beigetragen, sich auch aktiv für die Erhaltung der Baudenkmale zu engagieren. Denn die bundesweite Ausstrahlung der Konzerte im Deutschlandfunk vermittelt einem Millionenpublikum vor den Rundfunkgeräten neben dem musikalischen Genuss auch wichtige Informationen über den Denkmalschutz, eine öffentliche Unterstützung der Denkmalpfleger vor Ort, die nicht zuletzt im täglichen Kampf um Fördermittel und Hilfe unschätzbar ist.
Wie fast alle Denkmale, zugunsten derer in diesem Jahr Konzerte veranstaltet werden, ist auch die Wertheimer Stiftskirche ein Förderprojekt der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Mit dem Bau der dreischiffigen gotischen Pfeilerbasilika wurde 1383 begonnen. Dabei nutzte man Reste eines romanischen Vorgängerbaus. An einen hohen, gewölbten Chor schließt sich nach Westen das sehr schlichte, verputzte und flachgedeckte Langhaus an. Ein fünfgeschossiger Turm mit Spitzhelm wurde im 15. Jahrhundert an der Nordwestecke der Kirche errichtet. Das Innere der Kirche zeichnet sich durch Reste spätgotischer Wandmalereien und insbesondere durch die zahlreichen gräflichen und bürgerlichen Epitaphien und Grabdenkmäler aus. Eigens hervorzuheben ist die in der Mitte des Chors stehende sogenannte "Bettlade", die Grabstätte des Grafen Ludwig zu Löwenstein-Wertheim und seiner Frau Anna. Das monumentale Baldachingrab aus Alabaster mit reicher Ornamentierung, mehreren Säulen und aufwendigem Baldachinhimmel umschließt zwei liegende Figuren. Geschaffen wurde es 1618 von Michael Kern aus Forchtenberg. Die Stiftskirche ist durch ihre reiche, überaus qualitätvolle Ausstattung überregional bedeutsam. Der Kirchengemeinde fehlen nach Abschluss notwendiger statischer Sicherungsarbeiten weitere Mittel, um die anstehenden Arbeiten der Innenrestaurierung durchführen zu können.
Weitere Konzerte 2014 finden statt am 24. August 2014 in Schloss Bröllin in Fahrenwalde (Mecklenburg-Vorpommern), am 31. August 2014 im Kulturhaus in Plessa (Brandenburg), am 14. September 2014 anlässlich des Tag des offenen Denkmals in der Hauptkirche St. Jacobi in Hamburg (Hamburg) und am 17. September 2014 in der Johanniskirche in Lößnitz (Sachsen).
Weitere Infos unter
www.denkmalschutz.de/grundton_d.htmlFür Sammler wird ein Sonder-Poststempel zum Grundton D-Konzert in Wertheim vier Wochen ab "Einsatztag" - dem Tag, auf den das Stempelbild lautet - "abgeschlagen".
Er ist erhältlich bei der Deutschen Post AG, NL Brief, Sonderstempelstelle, Franz-Zebisch-Str. 15, 92637 Weiden.
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