[Deutsche Stiftung Denkmalschutz - 22.08.2014] Kulturhaus in Plessa wartet mit Benefizkonzert von Deutschlandfunk und Deutscher Stiftung Denkmalschutz auf
"Grundton D" - für Denkmale
Am Sonntag, den 31. August 2014 findet um 17.00 Uhr im Kulturhaus in Plessa ein Konzert der Reihe "Grundton D" mit dem Lucerne Festival Orchestra Brass statt. Die Bläser spielen Werke von L. Janacek, C. Gesualdo, J.B. Lully und Z. Kodaly. Seit 1991 ist die gemeinsam von Deutschlandfunk (DLF) und Deutscher Stiftung Denkmalschutz (DSD) veranstaltete Benefizreihe mit hochkarätigen Konzerten auf der Reise durch bedürftige Denkmale in den östlichen und westlichen Bundesländern. Die Erlöse aus den Konzerten kommen für gewöhnlich direkt den Bauwerken zugute, in denen sie stattfinden.
Für die private in Bonn ansässige Denkmalschutzstiftung ist die Konzertreihe des DLF eine ausgezeichnete Möglichkeit, für bekannte und unbekannte Kleinode bundesweit um Aufmerksamkeit und Unterstützung zu werben. Weit über 200 Konzerte haben bislang die Besucher begeistert - und dazu beigetragen, sich auch aktiv für die Erhaltung der Baudenkmale zu engagieren. Denn die bundesweite Ausstrahlung der Konzerte im Deutschlandfunk vermittelt einem Millionenpublikum vor den Rundfunkgeräten neben dem musikalischen Genuss auch wichtige Informationen über den Denkmalschutz, eine öffentliche Unterstützung der Denkmalpfleger vor Ort, die nicht zuletzt im täglichen Kampf um Fördermittel und Hilfe unschätzbar ist.
Wie fast alle Denkmale, zugunsten derer in diesem Jahr Konzerte veranstaltet werden, ist auch das Kulturhaus in Plessa ein Förderprojekt der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Das einstige Fischerdorf nahm Ende des 19. Jahrhunderts durch den Braunkohletagebau großen Aufschwung. 1901 wurde hier eine Brikettfabrik errichtet und 1924 die erste fahrbare Förderbrücke der Welt installiert. Von 1926 bis 1942 entstand in Plessa das erste Großkraftwerk zur Energieversorgung der umliegenden Industrielandschaft. Nach der Verstaatlichung der Anlagen errichtete man ab 1951 weitere Werkswohnungen und im Sinne der sozialistischen Gesellschaftspolitik von 1956 bis 1958 das Kulturhaus. Dabei verzichtete der Architekt bewusst auf monumentale Pfeiler- und Säulenstellungen und verband stattdessen die strenge Gliederung des voluminösen Baukörpers mit einer feinteiligen Profilierung. Prägend für das Aussehen des Bauwerks ist die Reihung gleichartiger Fenster und Schmuckelemente sowie der Kontrast zwischen großen Putzflächen und den in einem blassroten Kunststein ausgeführten feingliedrigen Profilierungen an den Fenster- und Türeinfassungen und Gesimsen. Am Eingangsrisalit befinden sich in den Brüstungsfeldern Bergbau- und Industriesymbole, auf der nach Norden ausgerichteten Hauptfassade zwei Wandbilder mit Darstellungen aus Landwirtschaft und Industrie. Die architektonische Grundhaltung bestimmt auch die Gestaltung von Foyer, Treppenhaus und großem Saal.
Weitere Konzerte 2014 finden statt am 14. September 2014 anlässlich des Tag des offenen Denkmals in der Hauptkirche St. Jacobi in Hamburg (Hamburg) und am 17. September 2014 in der Johanniskirche in Lößnitz (Sachsen).
Weitere Infos unter
www.denkmalschutz.de/grundton_d.html Für Sammler wird ein Sonder-Poststempel zum Grundton D-Konzert in Plessa vier Wochen ab "Einsatztag" - dem Tag, auf den das Stempelbild lautet - "abgeschlagen".
Er ist erhältlich bei der Deutschen Post AG, NL Brief, Sonderstempelstelle, Uhlandstraße 85 in 10717 Berlin, Tel. 030-8648-6253. Gegen eine Gebühr von 1,50 Euro ist auch ein Kuvert mit einer 60-Cent-"Aktion Mensch"-Briefmarke, die mit dem Sonderstempel abgeschlagen ist, erhältlich bei: Geo Müller, Postfach 119201, 90102 Nürnberg.
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