[IG Bauen-Agrar-Umwelt - 12.12.2014] IG BAU: Klimaschutz sozial gestaltet
Klimagipfel in Lima
Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) sieht das Ergebnis der heute zu Ende gehenden Klimakonferenz in Lima kritisch. Entgegen der Praxis früherer Klimagipfel bleiben die Belange der Arbeitnehmer jetzt völlig unberücksichtigt. Dabei unterliegt gerade die Beschäftigung beim Ausbau der erneuerbaren Energien einem starken Wandel. "Die IG BAU unterstützt als Umweltgewerkschaft die Anstrengungen, die Erderwärmung auf zwei Grad zu begrenzen. Das allein reicht aber nicht. Der Umbau muss sozial begleitet und gestaltet werden", sagte der Stellvertretende IG BAU-Bundes¬vorsitzende Dietmar Schäfers. "Wir fordern die Bundesregierung auf, ihren ganzen Einfluss geltend zu machen, damit der Ausstieg aus der fossilen Energiegewinnung nicht auf dem Rücken der Arbeitnehmer erfolgt. Wir brauchen nicht nur Jobs. Wir brauchen auch gute Arbeitsbedingungen, die dazu beitragen, soziale Unterschiede in der Gesellschaft zu verringern."
Die IG BAU kritisiert darüber hinaus, dass der Klimagipfel substantiell keinen großen Schritt in Richtung CO2-Reduktion gebracht hat. "Für diese Veranstaltung mit vielen Teilnehmern wurde viel Flugbenzin verbrannt. Gemessen an dem Aufwand ist das Ergebnis frustrierend", sagte Schäfers. "Bei vielen Akteuren besteht offenbar nur vordergründig die Bereitschaft, die Erderwärmung zu stoppen und damit die Lebensgrundlage für spätere Generationen zu erhalten. Schon jetzt ist klar, dass bei dem Klimagipfel in Paris im kommenden Jahr Gewerkschaften, Umweltverbände und andere Organisationen ihre Forderungen lautstark vor den Konferenztüren vortragen werden."
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