[Statistisches Bundesamt - 24.02.2015] Staat erzielte im Jahr 2014 Überschuss von 18 Milliarden Euro
Maastricht-Quote liegt bei + 0,6 %
Der Finanzierungsüberschuss des Staates betrug im Jahr 2014 nach aktualisierten Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) rund 18,0 Milliarden Euro. Erstmals seit der Wiedervereinigung realisierten dabei alle staatlichen Ebenen (Bund, Länder, Gemeinden und Sozialversicherung) einen Überschuss. Bezogen auf das Bruttoinlandsprodukt in jeweiligen Preisen (2 903,8 Milliarden Euro) ergibt sich daraus für den Staat eine Maastrichtquote von + 0,6 %. Bei diesen Ergebnissen handelt es sich um Daten in der Abgrenzung des Europäischen Systems Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen (ESVG) 2010. Auf deren Grundlage wird die Entwicklung der Haushaltslage in den Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) überwacht.
Der Finanzierungsüberschuss ergibt sich aus der Differenz der Einnahmen (1 293,8 Milliarden Euro) und der Ausgaben (1 275,8 Milliarden Euro) des Staates. Den höchsten Überschuss im Jahr 2014 realisierte dabei der Bund mit 11,4 Milliarden Euro nach einem Defizit von 4,5 Milliarden Euro im Jahr 2013. Seit der Wiedervereinigung hatte der Bund bisher nur im Jahr 2000 einen Überschuss erwirtschaften können, der jedoch ausschließlich durch die erheblichen Zusatzeinnahmen aus der Versteigerung der UMTS-Frequenzen zustandegekommen war. Auch die Länder setzten den eingeschlagenen Konsolidierungsweg fort und erzielten im Jahr 2014 einen Überschuss von 1,9 Milliarden Euro nach einem Defizit von 2,8 Milliarden Euro im Jahr zuvor. Die Gemeinden erwirtschafteten einen Finanzierungsüberschuss von 1,3 Milliarden Euro und bei der Sozialversicherung belief sich der Überschuss auf 3,4 Milliarden Euro. Im Vergleich zu 2013 fielen jedoch die Überschüsse der Gemeinden (5,3 Milliarden Euro) und der Sozialversicherung (6,1 Milliarden Euro) deutlich geringer aus.
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