[BINE Informationsdienst - 21.01.2013] Leistungsstarke Elektrolyseure kompakt designt
Mit Power-to-Gas soll künftig überschüssiger Strom aus erneuerbaren Energien zwischengespeichert werden. Dafür wird in einer Elektrolyse der Strom in Wasserstoff umgewandelt. Wasserstoff kann wie Erdgas leicht gespeichert werden. Bisher sind Elektrolyse-Anlagen jedoch noch nicht wirtschaftlich. Durch eine neue Bauweise soll die Technik nun auch im Megawatt-Maßstab kostengünstig zu produzieren sein.
Elektrolyseure in Megawatt-Maßstab sollen in serienmäßige Produktion gehen. Denn dieser Bestandteil des Power-to-Gas wird derzeit nur in geringer Stückzahl produziert. Am Schritt zur kostengünstigeren Bauweise der Elektrolyseure arbeitet das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW).
Ein kompakterer Aufbau ebnet den Weg in eine größere Leistungsklasse. "Durch die technische Weiterentwicklung unseres Elektrolyse-Systems machen wir einen wesentlichen Schritt hin zu einer kostengünstigen Wasserstofferzeugung für das Power-to-Gas-Verfahren", erklärt Projektleiter Andreas Brinner des ZWS.
Subsysteme des Elektrolyseurs unter der Lupe
Zunächst definieren die Forscher die Subsysteme des Elektrolyseurs. Jedes Untersystem, wie das Kühlsystem, wird optimiert. Die einzelnen Untersysteme sollen nach dem verbesserten Modell von spezialisierten Unternehmen gebaut und anschließend erprobt werden. Danach soll die Anlage am ZSW zusammengebaut und getestet werden. Der Prototyp soll eine Leistung von 300 Kilowatt haben.
Das Konzept sieht eine Modulbauweise vor. Kern des Elektrolyseurs ist ein Zellenstapel, ein sogenannter Stack. In diesem Projekt wird ein Kurz-Stack entwickelt. Dieser setzt sich aus etwa 70 Zellen zusammen, die über größere Flächen und eine höhere Gasleistung verfügen. Die Leistung soll auf mehr als ein Megawatt hochskaliert werden. Dadurch kann der Prototyp kompakter gebaut werden als seine Vorgänger. Die Forscher versprechen sich von dem Ansatz, dass die Subsysteme bald in Serienproduktion gehen können. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) fördert das Vorhaben mit insgesamt rund 3,3 Millionen Euro. Am Projekt sind neben dem ZSW der Anlagenbauer SolarFuel und der Elektrolyse-Hersteller Enertrag Hytec beteiligt.
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