[IG Bauen-Agrar-Umwelt - 08.02.2013] Stärkung der Arbeitnehmerrechte in Nordafrika
IG BAU unterstützt Gewerkschaftsarbeit in Tunesien
Frankfurt am Main - Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) unterstützt den Demokratisierungsprozess in Tunesien. Über ihre Stiftung Soziale Gesellschaft - Nachhaltige Entwicklung fördert die IG BAU den Aufbau der Gewerkschaftsarbeit in dem Land mit 40 000 Euro. Ziel ist es, Arbeitern zu helfen, ihre sozialen und politischen Interessen mit demokratischen Mitteln durchzusetzen. "Die Arbeiter in Tunesien haben eine herausragende Rolle bei der Revolution übernommen. Um ihre Rechte einzufordern, brauchen sie aber starke Organisationen. Wir wollen ihnen dabei helfen, einen sozialen und demokratischen Staat zu errichten, der Bürger- und Menschenrechte respektiert", sagte der IG BAU-Bundesvorsitzende Klaus Wiesehügel, der zugleich Präsident der Bau- und Holzarbeiter Internationale (BHI) ist. Es fehlt in Tunesien vor allem an Wissen und Erfahrung. Deshalb erhalten die tunesischen Gewerkschafter durch das IG BAU-Projekt geförderte rechtliche Beratungen sowie Schulungen für den Aufbau einer effektiven Selbstorganisation.
Bei den Hilfen werden die Belange von Frauen und Jugendlichen besonders berücksichtigt. "Die hohe Jugendarbeitslosigkeit gab den Anstoß, der letztlich zum Sturz des Ben Ali-Regimes geführt hat", sagte Wiesehügel. "Jetzt sind die jungen Menschen die Hoffnung auf ein gerechteres System - ohne Ausbeutung von Arbeitern und mit höheren Standards bei Sozialleistungen." Ziel der Fördermaßnahmen ist es deshalb auch, aus der jungen Generation eine Gruppe von modernen Gewerkschaftsführern zu gewinnen, die sich mutig für die Interessen und Rechte aller Arbeitnehmer in ihrem Land einsetzen.
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