[IG Bauen-Agrar-Umwelt - 15.03.2013] Bundesjugendkonferenz der IG BAU: IG BAU für Wahlrecht ab 16
Frankfurt am Main - Die Industriegewerkschaft setzt sich für die Herabsetzung des Wahlalters auf 16 Jahre ein. "Junge Menschen übernehmen in der Ausbildung Pflichten. Sie müssen deshalb auch das Recht erhalten, mit ihrer Wahlstimme die Situation in der sie leben, mitzubestimmen", sagte der stellvertretende IG BAU-Bundesvorsitzende Robert Feiger anlässlich der IG BAU-Bundesjugendkonferenz. "Die Debatte ist zwar nicht neu. Aber sie gewinnt durch die vielfach prekäre Beschäftigung junger Arbeitnehmer eine neue Brisanz. Ein Großteil der Auszubildenden startet heutzutage nicht mehr mit Optimismus ins Berufsleben, sondern mit Angst vor der beruflichen Zukunft."
Nach einer Befragung der Jungen BAU befürchten mehr als 80 Prozent der Auszubildenden in den Branchen der IG BAU, mit ihrer Arbeit nicht einmal eine Familie ernähren zu können. Sie sehen kaum Perspektiven für sich. Trotz ihrer Jugend sorgen sich die jungen Beschäftigten darum, dass sie am Ende ihres kaum begonnenen Arbeitslebens in Altersarmut abrutschen werden. "Die Auszubildenden in Deutschland sehen beunruhigt auf die Lage ihrer Altersgenossen in Südeuropa. Sie wollen nicht ebenfalls zu einer verlorenen Generation werden", sagte Feiger. "Auch unsere Gesellschaft geht unverantwortlich mit Jugendlichen um. Es gibt zu wenige Politiker, die sich aktiv für die Belange der jungen Arbeitnehmer einsetzen."
Die Junge BAU fordert verbindliche Übernahmeregelungen, eine bessere Ausbildungsqualität und höhere Ausbildungsvergütungen. "Nur mit einem Wahlrecht können junge Beschäftigte die Politik beeinflussen und dazu beitragen, dass ihre Interessen nicht übergangen werden", stellte Feiger fest.
Ruprecht Hammerschmidt
Leiter der Abteilung Kommunikation
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Pressesprecher IG Bauen-Agrar-Umwelt
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