Geschlechtshormon gegen Herztod
Geschlechtshormon gegen Herztod
Kurzfassung: Das sogenannte Long-QT-Syndrom ist für eine Reihe von Todesfällen verantwortlich. Wissenschaftler könnten nun eine mögliche Ursache dafür ausmachen und arbeiten an der Entwicklung eines Medikaments.
[Peter Hoffmann - 24.05.2013] Eine neue Studie des Universitäts-Herzzentrums Freiburg gibt Hoffnung für Patienten, die an Long-QT-Syndrom erkrankt sind. Die Erkrankung ist eine seltene angeborene oder durch unerwünschte Medikamentennebenwirkung erworbene Erkrankung, die zu Herzrhythmusstörungen, Bewusstlosigkeit oder sogar zum plötzlichen Herztod führen kann. "Das Risiko für diese Erkrankung ist bei Frauen deutlich höher als bei Männern",
sagt Peter Hoffmann, Spezialist für Therapie von Herzrhythmusstörungen in Berlin. Diese statistische Tatsache legte für die Wissenschaftler die Vermutung nahe, dass Hormone einen Einfluss auf die Erkrankung haben könnten. Anhand von Tierversuchen hat das Forscherteam nun untersucht, ob Geschlechtshormone auf das Risiko für Rhythmusstörungen beim Long-QT-Syndrom einen Einfluss haben. Als Ergebnis zeigte sich, dass das Geschlechtshormon Progesteron Herzrhythmusstörungen vermeidet und somit einen plötzlichen Herztod verhindert. Das weibliche Geschlechtshormon Östrogen fördert hingegen die potenziell gefährlichen Herzrhythmusstörungen. Ausgehend von diesen Ergebnissen wollen die Wissenschaftler nun eine internationale Multicenter-Studie zum therapeutischen Einsatz von Progesteron durchführen. Möglicherweise wird es dann künftig ein Medikament geben, welche den plötzlichen Herztod bei an diesem Syndrom erkrankten Patienten verhindert.
Weniger Totgeburten
Ein Todesfall ist natürlich immer dramatisch, besonders emotional sind hingegen dabei Todesfälle bei Kindern oder gar Babies. Die Ergebnisse der Studie können vielleicht auch hierbei Linderung verschaffen. Denn von den Long-QT-Syndrom-Patienten versterben viele im Kinder- oder Jugendalter, bislang hat die Obduktion keine Hinweise auf deine Veränderung des Herzmuskels ergeben. Die in den letzten Jahren entdeckten Genmutationen machen es möglich, bei diesen ungeklärten Todesfällen gezielt nach der Long-QT-Syndrom-Störung zu suchen. So zeigen Studien, dass etwa 10 Prozent aller plötzlichen Krippentodesfälle auf ein Long QT-Syndrom zurückzuführen sind. Auch die Ursachen von Todesfällen von Babies im Mutterleib oder Totgeburten konnten bis dato nicht immer vollständig geklärt werden. Doch auch hier konnte nun mittels Studien dargelegt werden, dass zumindest ein Teil dieser Todesfälle auf das Long QT-Syndrom zurückzuführen ist.
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Peter Hoffmann
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