[Bundesregierung - 06.09.2013] Kulturstaatsminister Bernd Neumann eröffnet Festspiel der Deutschen Sprache
Kulturstaatsminister Bernd Neumann wird am heutigen Abend gemeinsam mit dem Ministerpräsidenten des Landes Sachsen-Anhalt, Reiner Haseloff, das Festspiel der Deutschen Sprache im historischen Goethe-Theater Bad Lauchstädt eröffnen. Bernd Neumann erklärte aus diesem Anlass: "Es kann für das Festspiel der Deutschen Sprache kaum einen passenderen Ort geben als das Goethe-Theater in Bad Lauchstädt. Das Theater ist ein architektonisches Kleinod und zugleich ein Dreh- und Angelpunkt deutscher Theater- und Bühnengeschichte. Es ist ohne Zweifel ein kultureller Ort von nationaler Bedeutung."
Bernd Neumann weiter: "Die Uraufführung des Theaterstücks von Rolf Hochhuth ‚Neun Nonnen fliehen wurde von meinem Haus aus Mitteln zur Vorbereitung des Reformationsjubiläums gefördert. Bis 2017 werden aus diesem Programm insgesamt 35 Mio. Euro in Kulturprojekte und Sanierungsmaßnahmen bundesweit fließen. Allein in Sachsen-Anhalt wurden bislang Vorhaben mit insgesamt knapp 4 Millionen Euro aus diesem Programm unterstützt - das ist fast ein Drittel der bislang für ganz Deutschland bewilligten Mittel. Das Land Sachsen-Anhalt kann mit Fug und Recht als Herzland der Reformation bezeichnet werden."
Im Hinblick auf das jahrhundertealte, traditionsreiche Bad Lauchstädter Theater erklärte Bernd Neumann: "Vor dem Hintergrund von Wirtschafts- und Finanzkrise stellt sich die Frage: Können wir uns eine so umfangreiche, öffentlich finanzierte kulturelle Infrastruktur in Deutschland weiterhin leisten? Brauchen wir sie alle, die 150 Theater und 130 Orchester, die die öffentliche Hand komplett finanziert, die tausenden von Museen und Ausstellungshallen, die zu einem großen Teil von der öffentlichen Hand getragen bzw. substanziell gefördert werden? Meine Antwort ist: Ja, ja - und nochmals ja!
Denn es ist die Kultur, die unser Wertefundament bildet, es sind die Künste, die uns zum Reflektieren und Besinnen ermuntern, die ganz wesentlich die Basis unseres Gemeinwesens bilden. Die kulturelle Vielfalt in Deutschland ist ein Teil unseres historischen Erbes, das wir pflegen müssen. Kultur prägt die Identität unseres Landes, sie gibt uns Heimatgefühl und ist damit auch der sichere Boden, von dem aus wir anderen Kulturen begegnen."
Die Uraufführung des Dramas "Neun Nonnen fliehen" von Rolf Hochhuth zeigt die Flucht Katharina von Boras aus dem Kloster Nimbschen nach Wittenberg zu Martin Luther. Das Stück wurde für das Festspiel der deutschen Sprache geschrieben. Im Rahmen des Programms
"Reformationsjubiläum" wird die Inszenierung aus dem Haushalt des Kulturstaatsministers mit Mitteln in Höhe von rund 72.000 Euro unterstützt.
Initiatorin und künstlerische Leiterin des Festspiels der deutschen Sprache ist Kammersängerin Edda Moser. Das Festival findet jedes Jahr im Goethe-Theater in Bad Lauchstädt/Sachsen-Anhalt statt und hebt in szenischen Lesungen renommierter Schauspieler und Autoren den Reichtum und die Ausdruckskraft der deutschen Sprache hervor.
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