[DIE LINKE - 16.05.2014] Toleranz - hier und in Europa
Zum Internationalen Tag gegen Homophobie und Transphobie am 17. Mai erklärt das Mitglied im Parteivorstand der LINKEN, Klaus Lederer:
Vor ein paar Tagen erst hat Conchita Wurst aus Österreich den Eurovision Song Contest gewonnen - eine Drag Queen, eine junge Frau mit Bart. Europa jubelte und durfte sich tolerant und weltoffen nennen. Ein gutes Signal gegen Vorurteile und für selbstbestimmte Lebensentwürfe und Gleichberechtigung war der Sieg sicherlich. Aber es ist wie so oft:
Man sieht nur die im Licht, die im Schatten sieht man nicht.
Verdeckte Anfeindungen und offene Gewalt gegen anders Lebende und anders Liebende sind nach wie vor an der Tagesordnung, dazu kommt eine rechtliche Ungleichbehandlung, die Menschen diskriminiert. Von umfassendem Respekt und Akzeptanz sind wir in Deutschland und in Europa noch weit entfernt.
Das notwendige gesellschaftliche Klima von Respekt und Akzeptanz kann nur entstehen, wenn die Diskriminierung von Lebensweisen auch politisch beendet wird. Das bedeutet u.a. die völlige rechtliche Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Paare inklusive des Adoptionsrechts.
DIE LINKE fordert die deutliche Ächtung homophober Gewalt und eine Politik, die nicht mehr ausgrenzt, was anders ist - nur so sind alle Menschen gleich unter Gleichen. Erst wenn die sexuelle Orientierung eines Menschen überhaupt keine Schlagzeile mehr wert ist, ist das Ziel erreicht.
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Die Partei DIE LINKE vereinigt seit Mitte 2007 unterschiedliche politische Kräfte aus Ost- und Westdeutschland, Menschen mit DDR-Biografien und Menschen mit BRD-Biografien. Sie weiß, dass sie die seltene historische Gelegenheit hat, aus unterschiedlichen Erfahrungen, gewonnen in Ost und West und im vereinigten Deutschland, etwas neues, eine gesamtdeutsche Linke aufzubauen.