[FDP - 21.03.2013] MOLITOR: Selbstverständliches Zusammenleben mit Menschen mit Down-Syndrom fördern
Zum Welt-Down-Syndrom-Tag am 21. März 2013 erklärt die behindertenpolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion Gabriele MOLITOR:
Das Down-Syndrom gehört zu den am meisten verbreiteten angeborenen Syndromen. Etwa jedes 600. Neugeborene kommt mit dem Down-Syndrom zur Welt. Ein Baby mit Down-Syndrom muss die Unterstützung bekommen, die es für eine gute und gesunde Entwicklung braucht.
Frühe Hilfen, familienentlastende Dienste und Förderangebote helfen Menschen mit Down-Syndrom und ihren Familien. Die FDP-Bundestagsfraktion setzt sich für Inklusion und Teilhabe ein. Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Down-Syndrom dürfen nicht diskriminiert oder ausgegrenzt werden. Sie gehören in die Mitte der Gesellschaft. Der Schlüssel für ein tolerantes Miteinander liegt in der Inklusion. Spielen und lernen Kinder mit und ohne Behinderung gemeinsam, ist ein gemeinsames Miteinander selbstverständlich. Vorurteile entstehen gar nicht erst. Für die FDP-Bundestagsfraktion gilt deshalb der Grundsatz: Inklusive Regelbeschulung vor Förderbeschulung. Dabei müssen das Kindeswohl und das Wahlrecht im Vordergrund stehen.
Viele Kinder mit Down-Syndrom profitieren vom gemeinsamen Unterricht. Für einige ist aber die Förderschule der optimale Förderort. Denn jedes Kind mit Down-Syndrom ist anders. Das Spektrum reicht von Menschen mit Down-Syndrom, die das Abitur machen, bis hin zu schweren Entwicklungsstörungen. Deshalb werden Förderschulen weiterhin gebraucht.
Die Wahl des Welt-Down-Syndrom-Tages auf den 21.3. fiel nicht zufällig. Die Zahl 21 steht für das 21. Chromosomen, die Zahl drei steht für die dreifache Anzahl dieses Chromosomens (statt doppelt). Dieser Tag macht auf die Belange von Menschen mit Down-Syndrom aufmerksam.
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Eine Geschichte als Herausforderung.Der Liberalismus begann seinen historischen Weg als Philosophie der Freiheit und als politische Bewegung für die Rechte des Einzelnen. Die Willkürherrschaft des Absolutismus stand im Widerspruch zur Idee einer freiheitlichen Gesellschaft. Mit dem Verfassungsstaat hat der Liberalismus den Absolutismus überwunden. Als erste politische Bewegung hat der Liberalismus dem einzelnen Bürger, seiner menschlichen Würde und seinen Menschenrechten der Freiheit und Gleichheit Vorrang vor der Macht des Staates eingeräumt. Schritt für Schritt verwirklichten Liberale den modernen Verfassungsstaat mit individuellen Grundrechten, der freien Entfaltung der Persönlichkeit, dem Schutz von Minderheiten, der Gewaltenteilung und der Rechtsbindung staatlicher Gewalt.Der Liberalismus hat als Freiheitsbewegung nicht nur für die Gleichheit vor dem Gesetz gekämpft, sondern auch für Chancengleichheit in der Gesellschaft. Mit der Marktwirtschaft und ihrer sozialen Verpflichtung hat der Liberalismus neue Chancen gegen Existenznot und konservative Erstarrung der gesellschaftlichen Strukturen eröffnet.Die liberale Verfassung unserer Bundesrepublik Deutschland hat mehr demokratische Stabilität, mehr allgemeinen Wohlstand, mehr soziale Gerechtigkeit und Rechtsstaatlichkeit hervorgebracht, als dies je zuvor in der Geschichte der Fall gewesen ist. Und dennoch ist die Idee der Freiheit den schleichenden Gefahren der Gewöhnung und Geringschätzung ausgesetzt. Weniger Teilhabe am demokratischen Staat, weniger Chancen für ein selbstbestimmtes Leben durch weniger Chancen auf einen sicheren Arbeitsplatz, Entmündigungen durch kollektive Zwangssysteme und bevormundende Bürokratie sind neue Bedrohungen der Freiheit.Liberale haben nach 1945 der Idee der Freiheit zum erneuten Durchbruch verholfen. Die FDP war stets der Motor für Reformen, wenn es um Richtungsentscheidungen zugunsten der Freiheit ging. Nur durch die FDP konnte in den fünfziger Jahren die Soziale Marktwirtschaft gegen die Sozialdemokraten und Teile der Christdemokraten durchgesetzt werden. Nur durch die FDP konnte sich in den siebziger Jahren mehr Bürgerfreiheit gegen konservative Rechts- und Gesellschaftspolitik durchsetzen. Die Liberalen waren Vorreiter für die Demokratisierung und Liberalisierung der Gesellschaft, gegen obrigkeits- staatliche Bevormundung und Engstirnigkeit. Unsere Politik der marktwirtschaftlichen Erneuerung in den achtziger Jahren brachte neue Arbeitsplätze und mehr Wohlstand für mehr Bürger.Ein großer Teil des Widerstands gegen das sozialistische Staatswesen erwuchs aus der Attraktivität des freiheitlich-liberalen Gesellschafts- und Wirtschaftssystems. Das in den europäischen Integrationsprozeß eingebettete, vereinte Deutschland ist das freiheitlichste unserer Geschichte.