[Bundesministerium des Innern (BMI) - 15.05.2013] Ostbeauftragter Dr. Bergner beteiligt sich an Finanzierung einer Studie zur Aufarbeitung von DDR-Arzneimitteltests
Der Beauftragte der Bundesregierung für die Neuen Bundesländer, Dr. Christoph Bergner, wird sich an der Finanzierung eines Forschungsvorhabens des Instituts für Medizingeschichte der Charité beteiligen, das sich mit der klinischen Arzneimittelforschung in der DDR näher beschäftigen will. Die Studie soll eine historische und transparente Aufarbeitung der Arzneimittelversuche in der ehemaligen DDR leisten.
Seit Ende letzten Jahres wird in den Medien zum Thema "Medikamententests von westdeutschen Pharmaunternehmen in der ehemaligen DDR" berichtet. Der Beauftragte der Bundesregierung für die Neuen Bundesländer steht hierzu seit einiger Zeit mit dem Leiter des Berliner Instituts für Geschichte in der Medizin, Herrn Prof. Dr. Hess, in Kontakt. An dessen Lehrstuhl wird an einem Forschungsprojekt zu Medikamententests gearbeitet.
Herr Dr. Bergner erklärte heute in Berlin: "Aus Sicht der Bundesregierung besteht ein erhebliches Interesse an einer gründlichen Aufklärung des Sachverhalts. Zu diesem Zweck habe ich dem Forschungsprojekt der Charité finanzielle Unterstützung zugesagt. Ich gehe davon aus, dass sich auch die Bundes- und Landesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen ebenso wie der Verband forschender Arzneimittelhersteller, die Ärztekammern und etwaige Patientenvertreter an der Studie beteiligen werden."
Das Forschungsvorhaben soll mit der historisch-kritischen Aufarbeitung dieser Arzneimittelversuche gesicherte Kenntnisstände herstellen, die klinische Auftragsforschung in der DDR historisch einbetten und sie mit anderen Arzneimittelversuchen der Zeit vergleichen. Im Vordergrund des Vorhabens steht die zeithistorische Aufarbeitung.
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